Oder: Pflanzliche/mehrfach ungesättigte Öle machen krank
Über die Dämonisierung von gesättigten Fettsäuren spätestens seit den 60er Jahren könnte man ein ganzen Buch schreiben und das wurde auch bereits getan. „The big fat surprise“ von Nina Teichholz. Diese Buch deckt ab, was in einem Artikel hier nur Oberflächlich erklärt werden kann.
Wir gehen alle davon aus, dass es völlig normal und natürlich ist, dass wir alle im Alter krank werden, 10 verschieden Pillen und später Operationen brauchen. Was wäre aber, wenn Krebs, Herzinfarkt, Alzheimers und co. grösstenteils vermeidbar wären? Wenn die Kosten durch einfache Prävention massiv gesenkt werden könnten? Um das zu erreichen, müssen zuerst seit Jahrzehnten etablierte Meinungen, der Stand der Wissenschaft im Bereiche der Gesundheit, komplett über dem Haufen geworfen werden. Mit rigoroser Wissenschaft hat der aktuelle Stand wenig bis nichts zu tun.
Grundlagen
Die Thematik ist sehr komplex und dies zu vereinfachen aber die Kernnachricht zu verlieren ist schwierig. Gewisse naturwissenschaftliche Grundlagen sind zwingend notwendig, um hier Aufklärung zu schaffen. Es wird empfohlen zuerst unsere Artikel Chemie von Fett und besonders Cholesterin und Lipoproteine zu lesen um der Diskussion in diesem Artikel besser folgen zu können.
Fett ist nicht gleich Fett. Es gibt gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Bei den ungesättigten Fettsäuren unterscheidet man zwischen einfach und mehrfach ungesättigt und dann nochmals bei mehrfach ungesättigten Fettsäuren zwischen Omega-6 und Omega-3 zu unterscheiden. Dazu unterscheidet man die Länge der Fettsäuren.
Gesättigte Fettsäuren kommen hauptsächlich in tierischen Fetten vor wie Fleisch oder Milchprodukte. Fleisch hat auch einen relativ hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren. Bei Pflanzen findet man sehr selten gesättigte Fettsäuren. Ausnahmen sind Kokosfett, Palmöl oder Kakao.
Diet-Heart Hypothese
Oder auch lipid heart Hypothese benannt stammt von Ancel Keys aus den 60er Jahren. Die Hypothese besagt, dass LDL (low density lipoprotein), das schlechte Cholesterin, zu Arterienverkalkung (Plaque) führt. Deshalb ist es besser einen tiefen LDL Blutwert zu haben als einen hohen. Hier muss gesagt werden, dass diese Hypothese falsch ist und keine seriöse Wissenschaft dahinter stand. Datenpunkte die der Hypothese widersprochen haben, wurden entfernt (7 Countries Study). Ancel Keys war auch Co-Leiter des Minnesota Coronary Experiment, dass aufzeigen sollte, dass wenn man gesättigte Fette durch mehrfach ungesättigte Fette ersetzt, die Personen gesünder sind und weniger Herzinfarkte haben. Die Studie lief von 1968 bis 1973. Die Daten der Studie wurden nicht publiziert bis 40 Jahre später die Rohdaten wiederentdeckt wurden und endlich analysiert und publiziert wurden. Der Kernbefund war folgender:
Der Austausch von gesättigtem gegen ungesättigtes Fett erbrachte zwar eine stärkere Absenkung des Cholesterinspiegels (LDL), aber keinen Vorteil der Gesamtsterblichkeit. Patienten über 65 Jahren starben sogar schneller in der Versuchsgruppe als in der Kontrollgruppe. Je stärker die Patienten der Versuchs- und der Kontrollgruppe ihren Cholesterinspiegel im Blut absenkten, desto höher war ihr Sterberisiko.
Die Studie beweist also genau das Gegenteil, was Ancel Keys sehen wollte. Tiefes LDL ist nicht gesund und damit sind auch pflanzliche, mehrfach ungesättigte Fettsäuren nicht gesund sondern sogar schädlich. Und da die Daten nicht in die vorgefertigte Meinung passten, wurden diese auch nicht publiziert. Dies illustriert sehr gut, wie auch bis heute im Bereich Ernährung nicht auf harten wissenschaftlichen Fakten basiert sondern auf vorgefertigten Meinung und Ideologien. Es gab absolut keine wissenschaftliche fundierte Beweise, dass gesättigte Fettsäuren schlecht sind aber die Ideologien und Lobby-getrieben Politik haben gegenüber der Wissenschaft klar gesiegt und deshalb sehen wir auch noch bis heute auf jeder Packung wie viel Fett und davon gesättigte Fettsäuren sind. Der schlaue Leser wird erkannt haben, dass man diese Information nutzen kann, um Produkte mit vielen ungesättigten Fetten zu meiden.
An dieser Stelle verweise ich auch noch auf die Publikation von 2020 durch eine Liste von Experten:
Most recent meta-analyses of randomized trials and observational studies found no beneficial effects of reducing SFA intake on cardiovascular disease (CVD) and total mortality, and instead found protective effects against stroke.
Zusammengefasst führen gesättigte Fette nicht zu Herzinfarkten und im Gegenteil wirken sogar schützend vor Hirnschlag. Also bitte liebe Leser, werft die Margarine in den Müll und kauft richtige Butter.
Medizinstudium und Ernährung
Leider werden angehenden Ärzten dieser Unsinn über das schlechte LDL Cholesterol weiterhin gelehrt und die meisten praktizierende Ärzte werden dies auch so weitergeben. Hier muss man sich klar werden, dass das Medizinstudium sich weder um Ernährung noch Biochemie kümmert. Es wird gelehrt, wie man eine Krankheit erkannt und diese behandelt, am besten mit Pillen. Prävention spielt keine Rolle, den wer beim Arzt auftaucht, ist ja schon krank. Oder eine Krankheit zu heilen, indem man rigoros die Ernährung umstellt, was nachgewiesenermassen zu Verbesserung und gar Heilung führen kann, sind auch kein Thema. Es ist Massenabfertigung und Profit. Diagnose -> Pille, Diagnose -> Pille usw. Aktuell erleben wir dieses Muster auch wieder mit Abnehmspritzen (GLP-1 Agonists) wie Ozempic und co. Eine Pille oder Spritze zum abnehmen. Soll das wirklich die Lösung sein? Einerseits ist dick sein nicht das Problem sondern eine Folge des gestörten Stoffwechsels, andererseits verliert man unter diesen Medikamenten auch massiv an Muskelmasse was die Probleme langfristig massiv erhöht. Wenn man das Medikament absetzt, wird man deutlich schlechter dastehen als vorher. Das wird ein grosses Problem werden und man kann nur stark davon abraten diesen weg zu wählen.
Als Fazit: Wissenschaft ist wichtig doch muss man mit offenen Augen durch die Welt gehen und nur weil jemand ein Dr. ist, heisst es noch lange nicht, dass er ein Experte bezüglich Ernährung und Biochemie ist.
Statine
An dieser Stelle muss auch noch auf Statine eingegangen werden. Die Pharma Industrie forschte Jahrzehnte um Stoffe zu finden, mit denen man LDL senken kann und dabei sich die Nebenwirkungen in Grenzen halten. Da wir aber bereits verstanden haben, dass tiefes LDL gar nicht gut ist, was ist dann der Sinn eines Medikamentes, dass dieses senkt? Und da liegt genau das Problem. Statine haben einen sehr, sehr begrenzten nutzen und verursachen massive Nebenwirkungen. Die Chance, dass Ihnen ein Statin hilft länger zu leben, ist kleiner als das Sie davon Diabetes bekommen. Es gibt auch Hinweise, dass Krebs begünstigt wird, was nicht überraschend ist, da Diabetiker auch ein erhöhtes Krebsrisiko haben.
Ignoriert man all diese Fakten und die Tatsache das die meist zitierte Studie, die Jupiter Studie, voller wissenschaftlicher Fehler ist, selbst dann und nur wenn Sie zur Risikogruppe gehören, dann können Statine über Jahrzehnte genommen Ihr leben um sagenhafte 4 Tage verlängern. Für diese Medikamente zahlen die Krankenkassen pro Jahr hunderte Millionen.
Wieso aber verlängern Statine das Leben überhaupt, wenn doch tiefes LDL schlecht ist? Statine haben einen kleinen Nebeneffekt, ähnlich wie Aspirin, indem sie die Blutgerinnung hemmen. Und die Blutgerinnung spielt eine entscheidende Rolle in der Entstehung von Arteriosklerose und damit von Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Ich verweise hiermit auf das Buch „The clot thickens.“
Pflanzliche Öle sind ultraprozessierte Nahrungsmittel
Pflanzliche Öle wie Sonnenblumen und Rapsöl oder in den USA Soja und Maisöl können nicht ohne einen komplizierten industriellen Prozess gewonnen werden. Eine solche Anlage ist von einem Laien nicht von einer Erdöl-Raffiniere Unterscheidbar. Ihr pflanzliches Öl kommt aus einer Fabrik:

In diesem Prozess kommen auch chemische Lösungsmittel wie Hexan vor und mehrere starke Erhitzungsschritte. Am Ende bleibt nicht mehr viel übrig ausser eben mehrfach ungesättigtes Öl und chemische Reste aus der Produktion. Ohne diese Fabriken und die massiven Felder, die mit schweren Maschinen geerntet werden, gibt es keine solche Öle. Es ist kein natürliches Produkt und ausser Kalorien hat es keinen Nährwert.
Hier muss man noch erwähnen, dass der korrekte Ausdruck „Samenöl“ (engl. seed oil) sein sollte. Das sind Öle, die aus pflanzlichen Samen gewonnen werden wie Raps oder Sonnenblumensamen oder alle Nussöle. Olivenöl hingegen ist ein „Fruchtöl“ und besteht aus einfach ungesättigtem Öl. Dazu kann man theoretisch ganz einfach zu Hause das Öl herstellen, mit einer Presse und Muskelkraft. Es handelt sich beim EVOO-Olivenöl also nicht um ein ultraprozessiertes Produkt. Bitte aber nicht mit Olivenöl kochen, da es nicht Hitzestabil ist.
Tierische Fette hingegen sind maximal wie Olivenöl leicht prozessierte Produkte wie Butter oder Käse. Im Falle von Fleisch wie ein Steak, findet gar keine Prozessierung statt. Dies bedeutet auch, dass wenn man tierische Fette isst, auch immer sehr viele Vitamine wie B12 und andere aber auch Mineralien aufnimmt. Fleisch oder Butter sind nicht nur Kalorien sondern enthalten wichtige Mikronährstoffe.
Zusammenfassend
Im Gegensatz zum „Stand der Wissenschaft“ sind pflanzliche Öle aktiv ungesund und erhöhen das Risiko zu sterben. Tierische Fette hingegen schützen aktiv vor einem Hirnschlag. Details wie genau pflanzliche Öle schädlich sind folgen in einem späteren Artikel. Ein Hinweis findet sich aber bereits in dem Grundlagenartikel Cholesterin und Lipoproteine. Der erste Schritt zu Prävention und einer besseren Gesundheit ist somit pflanzliche Öle aktiv zu vermeiden und das ist schwer, weil diese in sehr vielen Produkten zugefügt werden und praktisch in allen Fertigprodukten vorkommen, von Salatsaucen bis zu gewissen Schoggi-Produkten wie Lindorkugeln. Am besten vermeidet man alle Produkte die eine Inhalts-Liste haben.
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